Gemeindefeuerwehr Geesthacht    Notruf: 112

Feuerwache Kiev (Ukraine)

Während meines 3wöchigen Aufenthaltes in der Ukraine im Juli/August 2010 bekam ich die Gelegenheit einer privaten Führung durch die größte Feuerwache der Ukraine in Kiev.

Geleitet wurde die Führung durch den stellv. Kommandeur der Feuerwehr Kiev.

Nachdem wir über das alltägliche Einsatzgeschehen, mit Themen wie Alarmierungshäufigkeit, Wachabteilungsstärke und Ausbildung gesprochen hatten begann die insgesamt einstündige Führung. Zum Inhalt dieses Gespräches ist zu sagen, dass der normale Berufsfeuerwehrmann in Kiev umgerechnet 150 Euro im Monat verdient (der Durchschnittsverdienst liegt bei ca. 300 Euro). In Bezahlung und Ansehen rangiert er damit auf den allerletzten Plätzen, noch hinter dem Müllfahrer. Dies hält jedoch auch in der Ukraine einige tapfere nicht davon ab ihren Traumberuf und ihr Ideal helfen zu wollen voller Leidenschaft auszuüben.

Von der Fahrzeughalle, in welcher vom normalen Löschfahrzeug bis zur Drehleiter alle auch uns bekannten, aber um einige Jahre ältere Fahrzeuge zu sehen waren, begaben wir uns zur Sportanlage.

Sowohl die Innen-, als auch die Außensportanlage dienen dem Zweck der Aus- und Weiterbildung junger Feuerwehrleute, vergleichbar mit den Aufnahmetests hiesiger Berufsfeuerwehren.

Darauf folgend begaben wir uns zur Atemschutzübungsanlage, bestehend aus einer Gitteratemschutzstrecke und Simulationsräumen. Beide komplett durch einen Überwachungsraum kontrolliert.

Im Anschluss besichtigten wir das Geländeeigene Feuerwehrmuseum  mit einer Vielzahl historischer Fahrzeuge und Handdruckspritzen.

Abschließend begingen wir die oberen Etagen der Feuerwache, inklusive der Wach- und Schlafräume und des Büros des Feuerwehrchefs. In diesem fand sich nach Auskunft seines Stellvertreters die größte private Sammlung an historischen Strahlrohren in der Ukraine.

Zum Abschied wurde mir dann noch ein Buch über die Ukrainische Feuerwehr samt persönlicher Widmung überreicht, so dass dieser sehr interessante Tag darin einen hervorragenden Abschluss fand.

Autor: Sebastian Paul Bode-Rosche

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